Als allseits beliebte Gartenpflanze muss man nicht unbedingt groß und auffallend sein, dies beweist das Veilchen (Viola). Obwohl eher unauffällig und meist im Verborgenen blühend, vermochte das „Wohlriechende Veilchen“ (Viola odorata) Dichter und Poeten mit seinem unschuldigen Charme zu fesseln. Ob Uhland, Mörike oder Goethe, sie alle setzten diesem Zwerg unter den Frühlingsblühern ein Denkmal. Goethe soll angeblich stets Veilchensaat auf seinen Spaziergängen bei sich gehabt haben. An besonderen Plätzen verstreute er die Samen – zur Verschönerung der Natur.
Über 500 Arten umfasst die große Gattung der Veilchen. Duftveilchen und Stiefmütterchen (V. x wittrockiana) sind sicherlich die Bekanntesten, dicht gefolgt von den immer populärer werdenden Hornveilchen (V. cornuta). Letztere schätze ich besonders aufgrund ihrer hervorragenden Garteneigenschaften. Züchter haben in der letzten Zeit ein besonderes Auge auf das Hornveilchen geworfen. So entstand eine reichhaltige Farbpalette von Gelb, Orange, Blau, Weiß und Rosa bis Rot. Gemusterte und mehrfarbige Sorten komplettieren das Sortiment. Hornveilchen blühen selbst im Topf oder Blumenkasten ohne Unterbrechung vom zeitigen Frühjahr bis in den Sommer. Für eine üppige Blütenfülle sollten sie jedes Frühjahr neu gepflanzt werden.
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Bei den ausdauernden Stauden im Veilchen-Sortiment ist das Hainveilchen (V. riviniana `Purpurea’, Foto) sicherlich mein Favorit. Es ist in seinem ganzen Erscheinungsbild dem Duftveilchen sehr ähnlich, überzeugt jedoch durch ein purpurn überlaufenes, immergrünes Blatt und eine bemerkenswert lange, veilchenblaue Blüte. An zusagenden Standorten, bestenfalls unter Laubgehölzen auf fruchtbarem Humusboden, bilden sie bald dichte Teppiche, die während der gesamten Gartensaison attraktiv bleiben. Bei so vielen guten Eigenschaften sei dem Hainveilchen der fehlende Duft verziehen.
Mein Tipp: Veilchen mögen einen fruchtbaren, humusreichen Boden in Sonne oder Halbschatten. Eine Zugabe von Kompost in jedes Pflanzloch garantiert gesunde, reich blühende Pflanzen. Ein Rückschnitt nach der Blüte regt die Pflanzen oftmals zu einem wiederholten Blühen an und erhält kompakte, wohlgeformte Pflanzen.
